Herzlich willkommen in der Grünen Fee!

Messieurs. C’est l’Heure 

hiess es am 7. Oktober 1910, als in der Schweiz die Prohibition des Absinthe in Kraft trat – und das kleine Val de Travers im Schweizer Jura jenes Produkts beraubte, das als Treibstoff der Dichter und Denker des europäischen „Fin de Siècle“ zu Weltruhm gekommen war. Während Künstler und Kreative den reinen Absinthe als inspirier- ende Muse und „Grüne Fee“ in den Himmel lobten, hatten billige Kopien, mit Chemikalien und Industriealkohol verfälscht, ihn zu der gefährlichen Massendroge gemacht, die dann verboten wurde. Doch im Verborgenen lebte die traditionelle Produktion des originalen Absinthe in seinem Heimattal fort.

10 Jahre Die Grüne Fee Absinthe Bar & Bistro

Am 30. September 2005 wurde an der Kronengasse 11 in Solothurn ein Geheimnis gelüftet: nach nur viermonatiger Planungs- und Bauzeit öffnete die erste Absinthebar der Schweiz ihre Tür. 95 Jahre lang war Absinthe in der Schweiz verboten, bis er im März 2005 wieder legalisiert wurde. Das nahmen die drei GründerInnen Roger Liggenstorfer, Marco Tandura und Chris Heidrich zum Anlass, der sogenannten „Grünen Fee“ ein Lokal in der barocken Solothurner Altstadt zu widmen. Die ursprüngliche Idee ist Roger zu verdanken, der sich daran erinnerte, wie sein Großvater illegal Absinthe herstellte und auf seinen Fahrten durch den Jura im Messerschmitt verkaufte. Die Gründung unserer AG lancierte Marco, der dank seiner langjährigen Erfahrungen als Treuhänder im Gastronomiebereich eine wichtige Stütze für den professionellen Betriebsablauf ist, während Chris als Architektin für die Innenarchitektur, das Kreative und den Umbau verantwortlich ist.

Von Beginn an haben wir uns neben dem üblichen Barangebot vor allem auf Absinthe konzentriert, der bei uns nur mit den überlieferten Trinkritualen und dem eleganten Zubehör aus der Zeit des Jugendstils, der Hochblüte des Absinthekults in Paris, serviert wird. Das Absintheangebot ist mittlerweile von anfänglich 11 Sorten auf fast 40 Sorten angewachsen. Sie stammen alle aus kleinen Destillationsbetrieben im Schweizer Val-de-Travers, dem Ursprungsort der grünen Fee, und sind von höchster Qualität.

Das Geheimnisvolle des Getränks, dem noch immer die Aura des Verbotenen, Verruchten und Berauschenden anhaftet, spiegelt sich in der Innenarchitektur wider: Die mintfarbenen Wände erinnern an das milchige Blaugrün des edlen Elixiers, und das bordeauxrote Mobiliar sorgt für eine geborgene Atmosphäre, in der separèeartige Alkoven zum vertraulichen Tète-a-Tète einladen. Die Absinthepflanzen selbst sind in den Formen der organisch gebogenen Stahlrohre des Bartresens und der Möbel sowie in den Wandbemalungen wiederzufinden, und das Kupfer der Destillierapparate wurde für die Oberfläche des Tresens aufgegriffen. Vom Jugendstil inspiriert und mit den zeitgenössischen Elementen der beiden Künstler Christian Stattmann und Erika Laiber, den Grafiken von Christian Jaberg und Sven Sannwald sowie der Wandmalerei der Bühnenmalerin Vanessa Wildboltz kombiniert, entstand die ungewöhnliche, kreative Gestaltung, die wie der Absinthe das Flair des Besonderen hat.

Während der Verkauf von Absintheflaschen und –zubehör nach wie vor fester Bestandteil der Grünen Fee am Klosterplatz ist, gab es im Laufe der Zeit einige Veränderungen, unter anderem den Einbau eines Fumoirs für die Genießer des Tabaks. 2008 kam Ulf Quade als Geschäftsführer zur Grünen Fee und sorgt seitdem als Frontmann mit seinem Team für die harmonische Atmosphäre und den reibungslosen Ablauf.

Unsere Bar wird immer wieder für Fotoaufnahmen und Dreharbeiten gebucht und ist zum festen Bestandteil des Solothurner Tourismus- und Kulturangebots geworden. Bei unseren besonderen Apèros servieren wir nicht nur Absinthe, sondern unterhalten unsere Gäste mit spannenden Geschichten über das legendenumwobene Getränk.


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